
Warum Hundephysiotherapie?
Wie alles mit Teddy begann … 🐾
Im Jahr 2020 bemerkte ich, dass Teddy zunehmend schlechter lief. Spaziergänge, die er früher so sehr geliebt hatte, wurden immer beschwerlicher. Oft hatte er nur noch wenig oder sogar gar keine Freude daran, nach draußen zu gehen.
Es war schwer mit anzusehen, denn von dem einst so quirligen Terrier war plötzlich nicht mehr viel zu erkennen. Früher suchte er sich im Wald die verwinkelsten Wege, rannte voller Begeisterung durch das Unterholz und konnte gar nicht genug davon bekommen, die Welt zu erkunden.
Ich wollte verstehen, was in seinem Körper passierte. Also begann ich, mich immer intensiver mit dem Bewegungsapparat des Hundes und den Möglichkeiten der Physiotherapie auseinanderzusetzen. Aus diesem persönlichen Interesse entwickelte sich schließlich eine echte Leidenschaft – bis ich mich dazu entschloss, mein bisheriges Wissen zu vertiefen und eine fundierte Ausbildung zur Hundephysiotherapeutin zu absolvieren.
Körper und Seele gehören zusammen
Für mich bedeutet Hundephysiotherapie jedoch weit mehr, als nur körperliche Beschwerden zu behandeln.
Denn wenn jeder Schritt schmerzt, verändert sich nicht nur die Bewegung. Schmerzen und körperliche Einschränkungen können auch das Verhalten eines Hundes beeinflussen. Ein Hund, der sich plötzlich zurückzieht, schneller gereizt reagiert oder Spaziergänge meidet, ist nicht automatisch „schwierig“ – vielleicht versucht er schlicht, mit seinen Beschwerden umzugehen.
Deshalb ist es mir wichtig, immer den ganzen Hund zu betrachten – seinen Körper genauso wie sein Verhalten und sein Wohlbefinden.
Vertrauen ist der erste Schritt
Meine Philosophie ist geprägt von einem herzlichen, geduldigen und liebevollen Umgang mit jedem Vierbeiner.
Denn wenn wir Menschen zu einer Physiotherapie gehen, wissen wir, was uns erwartet. Wir können Fragen stellen, verstehen die Behandlung und können selbst entscheiden, was sich für uns gut oder unangenehm anfühlt.
Für einen Hund ist das anders.
Er muss zunächst Vertrauen aufbauen und verstehen, dass ihm die Behandlung helfen soll. Schließlich arbeite ich häufig genau an den Körperstellen, die möglicherweise schon über einen längeren Zeitraum schmerzhaft oder unangenehm für ihn waren.
Dieses Vertrauen kann man nicht erzwingen. Man muss es sich verdienen.
Jeder Hund ist anders
Deshalb gibt es für mich kein „Schema F“.
Jeder Hund hat seinen eigenen Charakter, seine eigene Geschichte und seine ganz individuellen körperlichen Bedürfnisse. Manche Hunde brauchen etwas mehr Zeit, andere etwas mehr Ruhe. Manche lassen sich sofort auf die Behandlung ein, während andere erst einmal vorsichtig beobachten und Vertrauen fassen müssen.
Und genau das ist für mich der Kern einer guten Hundephysiotherapie: nicht nur eine Behandlung anzubieten, sondern sie individuell auf den Hund abzustimmen.
Mit viel Herz, Geduld und Fachwissen möchte ich deinem Vierbeiner dabei helfen, sich wieder wohler in seinem Körper zu fühlen und möglichst viel Lebensqualität zurückzugewinnen.
Denn am Ende geht es nicht nur darum, dass ein Hund besser läuft.
Es geht darum, dass er wieder Freude daran hat, Hund zu sein. 🐾❤️
